Betreuungsdienst

  • Neben dem Sanitätsdienst gibt es noch andere Bereiche wo das DRK tätig wird.

    1 Betreuungsdienst

    Der Betreuungsdienst oder auch BtDi / BtD ist ein Fachdienst verschiedener Hilfsorganisationen, im Bereich Zivil & Katastrophenschutz

    Der Betreuungsdienst hat innerhalb des Katastrophenschutzes die Aufgabe, bei Eintritt eines Großschadensereignisses oder dem Vorliegen einer Gefahrenlage diejenigen Menschen zu versorgen, die durch diese Situation in eine Notlage geraten sind. Im Gegensatz zum Sanitätsdienst versorgt der Betreuungsdienst dabei die unverletzten Personen beziehungsweise verletzte Personen erst nach abgeschlossener Behandlung durch den Rettungs- und Sanitätsdienst

    Zu seinen Aufgaben gehören dabei:


    Fachbereich Verpflegung

    • die Herstellung und Ausgabe von Warm- und Kaltverpflegung und Getränken

    Fachbereich Soziale Betreuung

    • die Verteilung von Gegenständen des dringendsten persönlichen Bedarfs (Ge- und Verbrauchsgüter wie beispielsweise Hygieneartikel, Geschirr, Besteck etc.)
    • die Ausgabe von Bekleidung
    • die Registrierung von Personen
    • die Durchführung und Begleitung von Personentransporten, zum Beispiel bei Evakuierungen
    • die Betreuung besonders hilfebedürftiger Personen wie beispielsweise älterer Menschen, behinderter Personen oder Eltern mit Kleinkindern
    • die psychische Betreuung von Betroffenen (PSNV-B)


    Fachbereich Unterkunft

    • die Einrichtung und der Betrieb von Behelfs- und Notunterkünften





    Der Betreuungsdienst kommt zum Einsatz, wenn Menschen durch eine Katastrophe, eine Gefahrenlage oder durch ähnliche Ereignisse in Not geraten und damit hilfebedürftig ist, die entsprechende Situation also nicht allein und ohne entsprechende Hilfe bewältigen können. Typische Einsatzszenarien sind beispielsweise

    • die Evakuierung und vorübergehende Unterbringung von Menschen bei einer Bombenentschärfung oder einer Freisetzung von gefährlichen Stoffen,
    • die Versorgung und Betreuung von Menschen bei extremen Witterungsbedingungen wie massivem Schneefall oder bei ausgedehnten Verkehrsstaus,
    • die Unterbringung und Verpflegung von Menschen, die aufgrund eines Brandes oder eines Hochwassers ihr Haus oder ihre Wohnung verloren haben beziehungsweise vorübergehend verlassen mussten,
    • die Versorgung der Betroffenen bei Bahnunfällen oder Busunglücken.

    Ziel aller Maßnahmen ist dabei vor allem die Abwendung von Gefahren für das Leben und die Gesundheit der Betroffenen und, soweit situationsbedingt möglich, der Erhalt oder die Wiederherstellung von deren physischem und psychischem Wohlbefinden. Aus personellen, materiellen und organisatorischen Gründen erfolgt bei einem Betreuungseinsatz ein abgestuftes Vorgehen. Es werden drei Phasen unterschieden:

    1. Soforthilfe (Dauer: etwa 24 bis 48 Stunden)
    2. Übergangshilfe (Dauer: mehrere Tage bis Wochen)
    3. Wiederaufbauhilfe (Dauer: zeitlich unbegrenzt)

    Hilfsorganisationen, welche Betreuungsdienst haben:

    • Arbeiter-Samariter-Bund,
    • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft,
    • Deutsches Rotes Kreuz,
    • Johanniter-Unfall-Hilfe,
    • Malteser Hilfsdienst.

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